Fragen zu Pflanzen- & Gartenpflege an der Côte d’Azur

Warum ist der richtige Beschnitt von Gehölzen so wichtig?

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Pflanzen nicht irgendwie, sondern richtig zu beschneiden, ist aus vielen Gründen wichtig.

Korrekte Beschnitttechniken schaffen natürliche und gefällige Formen bei Bäumen, Sträuchern und den meisten verholzenden Pflanzen.

Mit der Zeit werden so Baum- und Buschkronen entwickelt, die Licht und Wind hereinlassen und die es Tieren und Vögeln erlauben, in Bäume und Büsche zu gelangen, was zu gesünderen Pflanzen und ganz generell zu einem gesünderen Garten führt.

Feuchtigkeit und Regen gelangen leichter in die Kronen der Pflanzen hinein, können aber ebenso schnell wieder abfließen. Verdichtete und verwilderte Bäume und Büsche sehen nicht nur unschön und ungepflegt aus, sondern sind auch Brutstätten für Krankheiten.

Bei richtigem Beschnitt wird auf Wachstumspunkte geachtet, auf zentrales Vertikalwachstum ebenso, wie auf nach innen und nach außen gerichtetes Lateralwachstum, auf schlafende Knospen und auf Geiztriebe ebenso, wie auf Totholz, krankes Holz und sich überkreuzendes Wachstum und viele andere Aspekte mehr.

Nicht zuletzt ist korrekter Beschnitt, der so angewandt wird, dass Ihre Bäume und Büsche zu natürlichen und individuellen Formen trainiert werden, eine gute Investition in Ihren Garten.

Ein ansehnliches Grundstück, das von gut gepflegten Pflanzen geprägt ist, wird

  • den Eindruck erwecken, dass der Garten nicht übermäßig viel Pflege benötigt
  • helfen, das Haus schneller zu verkaufen und wird
  • den Grundstückswert erheblich steigern.

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Ich sehe oft Gärtner, die Bäume und Büsche auf merkwürdige Weise schneiden. Ist das gut?

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Es ist recht üblich an der Côte d’Azur, Bäume und Büsche hauptsächlich in ihrer Höhe zu reduzieren, indem dickere Stämme oder Äste zurückgenommen werden. Oft werden diese Schnitte nicht mit den richtigen Winkeln und nicht mit der letztendlichen Kronenform vor Augen durchgeführt.

Meistens werden die Techniken des sogenannten „Kröpfens“ oder „Köpfens“ verwendet. Im Grunde sind dies alte Beschnitttechniken, die früher verwendet wurden, um schnelles Wachstum hervorzurufen. Auf diese Weise wurde Holz zum Verbrennen, für den Hausbau oder für die Flechterei geerntet.

Im ornamentalen Garten sind sie vollständig unnatürlich und richten auf lange Sicht eine Menge Schaden an. Es handelt sich dabei nicht wirklich um gute Gartentechniken und sie sollten nur dort verwendet werden, wo z.B. Platanen absichtsvoll zu dicht beieinander gepflanzt wurden und schon über längere Zeit auf diese Weise trainiert werden. Wo immer Platanen in einer bestimmten Höhe verbleiben sollen, um z.B. im Sommer ausreichend Schatten zu bieten, und um Schaden an den Bäumen bei zu heftigen Mistral- oder Winterwinden zu verhindern, mag diese Form des Beschnitts einen gewissen Sinn haben. In privaten Gärten und für die meisten Baumsorten, würden wir diese Form des Beschnittes nicht empfehlen.

Diese Beschitttechniken sollten nicht auf alle Gehölze, unabhängig von der konkreten Art, angewandt werden. Die meisten Bäume und Sträucher werden nicht gut darauf reagieren; zumeist mit einem sehr heftigen und chaotischen Stresswachstum, das nur zu unansehnlichen und schwer pflegbaren Kronen führt.

In privaten Gärten gibt es für diese alten Agrartechniken keine Veranlassung. Während sie leicht den Eindruck erwecken, dass eine Arbeit schnell und effektiv erledigt wurde, führen sie doch nur zu unschönen Pflanzen, die zudem der Tierwelt in Ihrem Garten nichts Gutes tun. Außerdem verdoppeln sie den Pflegeaufwand in den kommenden Jahren.

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Was kann man gegen die Palmenkrankheiten an der Côte d’Azur tun?

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Es gibt viele verschiedene Probleme mit Palmen. An der Côte d’Azur sind seit einigen Jahren schon der Rhynchophorus-Käfer und der Paysandisia-Schmetterling ein Albtraum für alle Palmenbesitzer, und es gibt nur wenig was man gegen sie tun kann.

Wir beraten Sie zu notwendigen Schritten bei der Bekämpfung, entweder durch eine (sehr kostenaufwändige) „Impfung“ oder durch eine regelmäßige, umweltfreundlichere und preiswertere Methode der Schädlingsbekämpfung an Ihren Palmen. Um aber ganz offen zu sprechen, bei den allseits beliebten Phoenix-Palmen (canariensis) kann man leider keine Garantien mehr ausstellen.

Die besten Chancen wird man haben, indem man diejenigen Palmen pflanzt, die sich als mehr oder weniger immun gegen diese Schädlinge herausgestellt haben.

Lesen Sie in unserem Blog bitte auch unseren Artikel über Palmmotten und Palmrüssler und wie Sie Ihre Palmen vor ihnen schützen können, veröffentlicht in der RivieraZeit März/April 2016.

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Muss man an der Côte d’Azur Gehölze öfter schneiden, oder zu anderen Zeiten als in Nordeuropa?

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Ja, man muss Gehölze öfter schneiden und folgt dabei auch etwas anderen Zeitabfolgen.

Man muss an der Côte d’Azur wesentlich öfter schneiden, aufgrund der längeren Wachstumsperiode im Mittelmeerklima und in Abhängigkeit von den Bewässerungszyklen in der warmen Jahreszeit. Man kann auch zu jeder Zeit im Winter schneiden, so lange keine heftigen Fröste zu erwarten sind, was allerdings zumindest in Küstennähe auch nur selten vorkommt.

Wenn wir Ihnen unseren Spezialschnitt anbieten, verlassen wir uns dabei auf bewährte Beschnitttechniken, wie sie z.B. von der Royal Horticultural Society gelehrt und verbreitet werden.

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Wann sollte man Oleander schneiden?

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Je nach individueller Sorte, sollte Oleander nach der Blüte beschnitten werden. August oder früher September sind eine gute Zeit. Auf diese Weise wird neues Wachstum nicht durch eventuelle Fröste beschädigt, falls Ihr Grundstück in einem leicht frostgefährdeten Bereich liegt. In den meisten mittelmeerischen Klimaten kann Oleander irgendwann nach der Blüte geschnitten werden.

Oft hört und liest man, Oleander werde in der kommenden Saison nicht blühen, wenn man ihn überhaupt renoviert, oder wenn man ihn in der Winterzeit renoviert. Nach unserer Erfahrung ist das nicht richtig. Während es natürlich einige Exemplare geben mag, die nicht blühen werden, kommen die meisten Oleander, die renoviert worden sind, umso stärker und gesünder im nächsten Jahr wieder und blühen dann sogar etwas früher, z.B. bereits im Juni.

Oft hört man auch, dass Oleander recht pflegeleicht sei. Nach unserer Erfahrung ist Oleander im Gegenteil eigentlich sogar recht pflegeaufwändig durch seinen kräftigen Wuchs und seine Tendenz von der Basis her sehr viele Geiztriebe zu entwickeln, wodurch er schnell verbuscht und viele lange und dürre, unansehnliche Triebe bildet.

Aber das hängt natürlich auch sehr von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Wenn Sie etwas verbuschte und zugewucherte Sträucher mit einer eher natürlichen und manchmal etwas unaufgeräumten Basis mögen, wird Oleander eigentlich nicht viel Beachtung brauchen. In diesen Fällen braucht er wenig Beschnitt, um seine natürliche Form beizubehalten.

Auf der anderen Seite führen seine natürlichen Wachstumseigenschaften schnell dazu, gebrochene, schwache, sich überkreuzende und tote Zweige innerhalb von nur einer Saison auszubilden. All dies sollte in regelmäßigen Abständen entfernt werden.

Nach unserer Erfahrung braucht Oleander eine Renovierung etwa alle 2-3 Jahre, nachdem er sich an seinem Standort etabliert hat, je nach Topfgröße, als er gepflanzt wurde.

Oft sieht man Oleander, der mit Kettensägen oder automatischen Heckenscheren geschnitten wird. Beides ist falsch und führt zu einer Menge Schäden an den Zweigen, was es Krankheiten leicht macht, in die Pflanze einzudringen. Leider wird Oleander zudem oft nicht auf die richtige Weise zurückgeschnitten, sodass oberhalb der Blattansätze zu lange Stücke stehen bleiben, was nahezu immer zum Eindringen von Krankheiten führt, darunter auch dem zu Recht gefürchteten Oleanderkrebs.

Richtig durchgeführt, kann Oleander in sehr attraktive und aufgeräumte, gerundete oder sogar baumartige, blühende Sträucher verwandelt werden, die Ihnen über Jahrzehnte viel Freude schenken werden. Eine regelmäßige Renovierung der Pflanze muss hierfür allerdings schon eingeplant werden.

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Muss man Oliven überhaupt jemals beschneiden?

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Ja, das sollte man. Wann immer Sie Oliven sehen, die nicht geschnitten sind, z.B. in Olivenhainen, so liegt das vermutlich an dem Wunsch, Geld zu sparen oder am Mangel von Fachkräften. Gesund ist das für diese schönen Bäume nicht.

Selbst wenn Ihre Olivenbäume vermutlich nicht mehr dafür gedacht sind, Oliven heranzuziehen und sie für die Herstellung von Olivenöl zu ernten, sind Oliven doch Obstbäume, die eigentlich jedes Jahr geschnitten werden müssen. Etwas intensivere Pflege ist alle 2-3 Jahre sinnvoll.

Die meisten Oliven werden an der Côte d’Azur inzwischen als rein ornamentale Bäume gehalten. Um ihnen ihre natürliche Form zurückzugeben und sie dauerhaft schön zu halten, müssen sie regelmäßig renoviert werden. Um sie einfach nur in der Form zu halten, brauchen sie jedes Jahr einen gewissen Formschnitt. Es wird ihnen aber nicht schaden, sie nur jedes zweite Jahr zu schneiden. Die gute Nachricht dabei ist, dass ein Baum der einmal richtig renoviert worden ist, nur eine geringe Intervention im darauffolgenden Jahr benötigt.

Wenn Sie keine Oliven ernten wollen, ist die beste Zeit für den Beschnitt der Sommer nach der Blüte. Zu dieser Zeit werden Oliven geschnitten, um sie zu schönen ornamentalen und natürlichen Formen zu trainieren. Winter oder Herbstschnitte führen zu einem besonders starken vegetativen Wachstum im kommenden Frühjahr.

Damit es Ihren Oliven richtig gut geht, ist es sehr empfehlenswert, die Krone zu öffnen, und dem Baum zu helfen ein sog. Rahmenwerk zu entwickeln, das kräftig genug sein wird, um starken Mistralwinden zu widerstehen und hier und da vorkommende Schneefälle tragen zu können, ohne dass Astbruch die schöne Form des Baums zerstört. Ein vergleichsweise langes und dürres Wachstum ist aus diesem Grund niemals zu empfehlen.

Wenn Oliven „beschnitten“ werden, indem relativ radikal recht dicke Äste gekappt, bzw. zurückgenommen werden, schadet das nicht nur der ästhetischen Erscheinung, sondern der Wert des Baums wird auch recht stark gemindert. Oliven werden niemals gekröpft oder geköpft, was leider nach wie vor häufig an der Côte d’Azur zu beobachten ist. Diese Technik führt schnell zu überwuchertem und buschigem, vegetativem Wachstum.

Kröpfen und Köpfen sind beides keine gartenbaulichen, sondern forstwirtschaftliche Techniken die für eine beschleunigte Holzernte entwickelt wurden, um beispielsweise rasch an Feuerholz oder weiches Flechtholz zugelangen.

Es ist durchaus möglich, eine Olive in eine Form zu trainieren, die an einen Bonsai erinnert.

Ein heckenartiger Schnitt an einer Olive, der seit einigen Jahren en vogue ist an der Côte d’Azur – und der interessanterweise (und fälschlich) als ‚coupe bonsai‘ bezeichnet wird, ist eine schlechte Weise, einen Baum zu schneiden, sowohl ästhetisch, wie auch was die Gesundheit des Baums anbetrifft. Wir raten davon ab.

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Ich möchte meine Obstbäume gerne zu einem Schirm oder einer Art „grünen Wand“ trainieren, können Sie sowas?

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Ja, sowas können wir gerne für Sie tun. So etwas nennt man „cordoning“ und es ist eine wundervolle, dekorative Spalier-Technik und die perfekte Lösung, um nicht nur erfolgreich viel Obst zu ziehen und die Ernte zu erleichtern, man erhält damit auch ein sehr attraktives neues Garten-Feature.

Spaliere aus Obstbäumen sind perfekt für sehr enge Raumverhältnisse, um eine Struktur gerader Gartenpfade zu rahmen und um verschiedene Gartenräume zu etablieren und sie mit einer natürlichen Abschirmung zu umgeben.

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Wann schneiden Sie Pflanzen zurück?

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Die meisten Beschnittregeln, die man so kennt, beziehen sich auf nördliche Klimate, wo fast alle Pflanzen spätestens irgendwann im Laufe des Novembers eine Wachstumspause einlegen. Während dieser Pause gehen die Pflanzensäfte, z.B. in Bäumen, zurück, verholzende Pflanzen bluten folglich nicht.

In mediterranen Klimaten jedoch, gehen die meisten Pflanzen nicht in eine scharf abgegrenzte Wachstumspause. Sie mögen ihr Wachstum wohl ein wenig vermindern, aber sie werden nicht vollständig aufhören zu wachsen. Aus diesem Grund kann der Beschnitt also sowieso nur ohne eine exakte Beachtung irgendwelcher Wachstumspausen erfolgen.

Verallgemeinert gesagt, wird ein radikaler Winterschnitt zu einem starken Wachstum im Frühjahr führen. Ein Frühjahrs-, Sommer- oder Herbstschnitt wird überall dort angewandt, wo Bäume und Sträucher durch den Beschnitt geformt und trainiert werden sollen.

Solange bei einem Baum oder Strauch durch Maschineneinsatz nicht allzu viele Blätter entzwei geschnitten werden und ausreichend Bewässerung garantiert ist, können Bäume und Sträucher eigentlich zu jeder Zeit des Jahres beschnitten werden. Wir würden allerdings dazu raten, nicht in den heißesten Stunden des Tages zu schneiden.

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Wenn ich mit meinem derzeitigen Gärtner etwas unzufrieden wäre, wie könnten Sie mir helfen?

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Leider hören wir das immer häufiger. Einige – nicht alle – Gärtner an der Côte d’Azur lieben ihren Beruf vielleicht nicht genug, um die richtigen Gartentechniken anzuwenden.

Davon abgesehen ist es aber auch wichtig, einem guten Gärtner die notwendige Zeit zur Verfügung zu stellen, damit er einen guten Job machen kann.

Wir können gerne Sie selbst coachen, wenn Sie mögen, sodass Sie Ihrem Gärtner besser mitteilen können, was Sie gerne von ihm anders gemacht hätten.

Während Sie Ihren Gärtner grundsätzlich behalten, bieten wir Ihnen auch gerne an, nur bestimmte Aufgaben, wie zum Beispiel speziellen Beschnitt, für ihn zu übernehmen.

Wir werden auch gerne versuchen, Stück für Stück Schäden zu reparieren, die Ihren Pflanzen durch falsche Pflege über die Jahre zugestoßen sind.

Wir sind der Überzeugung, dass wenn gutes Geld für Pflanzenbeschnitt bezahlt wird, auch gute gartenbauliche Standards angewandt werden sollten. Pflanzenbeschnitt z.B. sollte eigentlich immer so durchgeführt werden, dass das Wachstum einer Pflanze proaktiv und mit gutem Grund in eine bestimmte Richtung gelenkt und gefördert wird.

Der Zeitaufwand, der notwendig ist, um Pflanzenbeschnitt korrekt durchführen zu können, unterscheidet sich eigentlich nicht bedeutend von der ‚hair cut‘ (Haarschnitt)-Methode, bei der Maschinen zum Einsatz kommen, wodurch nur Schäden an den Pflanzen entstehen und zukünftige Gesundheits- und Wachstumsprobleme geschaffen werden. Diese Methode ist also nur etwas schneller auf den ersten Blick, aber wesentlich teurer auf lange Sicht.

Gute und qualifiziertes Gärtnern ist keine Billig-Profession; am Ende zahlen Sie für schlechte Gartenarbeit zweimal oder gar dreimal, wie bei jedem anderen Handwerk.

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