Fragen zur Gartenberatung an der Côte d’Azur

Wie viel sollte ich in meinen Garten an der Côte d’Azur investieren?

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Das hängt natürlich davon ab, was in Ihrem Garten getan werden soll.

Grundsätzlich empfehlen wir, zwischen 5 und 15% Ihres Haus- und Grundstückswertes in Ihren Garten zu investieren, abhängig von der Komplexität und Größe Ihres Gartens. Diese Investition wird den Wert Ihres Grundstücks erheblich steigern.

Die Gartengestaltungsindustrie schätzt ganz grundsätzlich, dass Sie bei einem Investment in Ihren Garten kein Geld verlieren können. Das bedeutet, dass Sie bei einem Verkauf unmittelbar nach Fertigstellung Ihres Gartens, 100% Ihrer Garteninvestition zurückerhalten würden.

Wenn Sie warten, beginnt Ihr Garten sogar Geld für Sie zu verdienen. Über die Jahre, während Ihr Haus und Grundstück an Wert gewinnen, steigt auch Ihr Garten an Wert und addiert Ihrem Grundstücksgesamtwert etwa 20% oder mehr hinzu.
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Sollte ich meinen Rasen gegen einen Garten eintauschen? Ist ein Rasen nicht einfacher und preiswerter?

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Nein, das Gegenteil ist der Fall, ein Rasen ist auf lange Sicht tatsächlich die teuerste Wahl. Deshalb ist es unbedingt zu empfehlen, Ihren Rasen gegen einen Garten einzutauschen.

Die Frage, ob Grasflächen für Ihren Garten eine gute oder eine schlechte Wahl ist, betrifft nahezu jeden Eigentümer einer Ferienimmobilie an der Côte d’Azur. Da man sich nicht ständig dort aufhält, sind die Kosten für die laufende Gartenpflege ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung.

Einige Zahlen aus den USA helfen bei der Entscheidung.

Die ökologische Beratungsfirma ‚Applied Ecological Services‘ aus Wisconsin in den USA schätzt, dass die Kosten für die Pflege und den Erhalt von ca. 4.000 Quadratmetern eines traditionellen Rasens über 20 Jahre hinweg rund 20.000 US $ betragen, verglichen mit etwa 3.000 US $ Pflegekosten über 20 Jahre wenn statt des Rasens ausschließlich native Pflanzen, oder solche, die gut an das jeweilige Klima angepasst sind, gepflanzt werden.

Das ‚Professional Landcare Network‘ (Interessenvertretung der amerikanischen Rasenindustrie) hat ermittelt, dass US-Amerikaner durchschnittlich 700 US $ pro Jahr für die Rasenpflege (Mähen, Kantenpflege und Harken) ausgeben, sowie weitere 400 US $ pro Jahr für zusätzliche Rasenpflege, wie Dünger und Unkrautkontrolle.

Diese durchschnittlichen Zahlen von zusammen 1.100 US $ pro Jahr schließen jedoch Bewässerungskosten sowie Eigenarbeiten nicht ein, sondern spiegeln nur die Erwartung für Kosten wieder, die durch externe Dienstleister verursacht werden.

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Wieviel kostet es, einen Rasen an der Côte d’Azur zu bewässern?

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Die generelle Faustregel ist, dass ein Rasen unter trockenen Bedingungen (ab 30 °C) ein bis zwei mal pro Woche 25 mm Wasser benötigt, um nicht abzusterben. Um 25 mm Wasser auf einem Quadratmeter auszubringen, benötigt man 25 l.

Folglich braucht ein Rasen von 100 m² mindestens 2.500 l Frischwasser einmal pro Woche, woraus gut 5.000 Liter pro Woche werden, wenn zweimal gewässert wird.

Ein Rasen an der Cote d’Azur sollte in der Regel zwischen April/Mai und ca. Ende Oktober/Mitte November bewässert werden, was rund 26 bis 28 Wochen entspricht. 100 m² Rasen werden also mindestens rund 65.000 bis 130.000 Liter pro Jahr benötigen. Viele Gartenbesitzer an der Côte d’Azur bewässern ihre Rasenflächen in der heißesten Zeit des Jahres allerdings täglich.

Ein 500 m² großer Rasen wird also zwischen 325.000 and 650.000 Liter Wasser benötigen (325 – 650 m³). 

Wasserpreise an der Côte d’Azur variieren; sie lagen für 2014/2015 in der Regel zwischen € 1,34 und € 3,45 für den Kubikmeter. Ein 500 m²  großer Rasen alleine kann also schnell zwischen € 435,- und € 871,- bzw. zwischen € 1.121,25 und € 2.242,50 alleine für die Bewässerung kosten. Weitere Pflegekosten, sowie Bewässerungskosten für andere Gartenbereiche nicht eingeschlossen.

Diese Beispielrechnung zeigt, dass ein klassischer Rasen alleine aus finanziellen Gründen keine gute Option für die Côte d’Azur darstellt. Ein gestalteter Garten hingegen verbraucht nicht nur weniger laufende Pflegekosten, sondern erfordert auch einen geringeren Wasserverbrauch, verursacht also erheblich geringere Bewässerungskosten.

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Ich weiß, dass Kompost eigentlich eine gute Sache ist. Aber stinkt das nicht?

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Nein, ein richtig gepflegter Kompost stinkt nicht. Umgekehrt ist richtig, dass ein Kompost der stinkt, nicht richtig unterhalten wird und vermutlich gelangen auch Abfälle hinein, die nicht auf einen Kompost gehören, wie Knochen- und Fleischreste oder gespritzte Zitrusfruchschalen.

Komposte sind in Wirklichkeit das Geheimnis hinter einem schönen, gesunden und nachhaltigen Garten, der zudem relativ pflegeleicht ist. Mit einem Kompost produzieren Sie Ihren eigenen Dünger, Ihren eigenen Boden allerbester Qualität selbst. Von reinem Wüstensand abgesehen, kann nahezu jeder arme Boden in einen guten und fruchtbaren Nährboden für gesundes Pflanzenwachstum verwandelt werden – es braucht nur ein wenig Zeit.

Anstatt dafür zu bezahlen, wertvolle Grünabfälle verbrennen oder wegschaffen zu lassen und dann abermals für Kunstdünger zu bezahlen, ist es schlichtweg sinnvoller, den Boden Ihres Gartens mit Mulch, einem funktionierenden Kompostsystem und Komposttee Stück für Stück zu verbessern und aufzubauen. Eine Bodengare zu entwickeln, die physikalisch, chemisch und biologisch eine gute Qualität hat, mit einem erhöhten Anteil an Bodenorganismen, hilft dabei, die Nährstoffe Ihres Bodens direkt Ihren Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Das macht Pflanzen gesünder, schöner und pflegeleichter.

Wir beraten Sie bei der Installation und Unterhaltung nicht-stinkender, schnell arbeitender und leicht handhabbarer Kompostsysteme für Ihren Garten an der Côte d’Azur.

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Kann man Kletterpflanzen an einer Wand hochziehen, oder sollte man eine Wachstumshilfe verwenden?

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Es ist immer empfehlenswert, Pflanzen nicht direkt gegen eine Wand zu pflanzen.

Im Falle einer Renovierung einer Wand, empfiehlt es sich, eine Struktur zu verwenden, die man von der Wand wegklappen kann. Mit klappbaren Spalieren z.B. kann man die Wand gut erreichen und trotzdem weniger ansehnliche Stellen mit Kletterpflanzen zuwachsen lassen.

Wir beraten Sie gerne, wie Sie klappbare Spaliere für Ihre Kletterpflanzen realisieren können.

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Welche Zitrusbäume können an der Côte d’Azur wachsen?

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Grundsätzlich gilt, dass alle Zitruspflanzen an der Côte d’Azur wachsen können; der Erfolg hängt mehr davon ab, wie hoch in den Bergen sich Ihr Grundstück befindet.

Die durchschnittlichen, nur ganz leicht frostigen mediterranen Winter werden in der Regel Zitrusbäume nicht beschädigen. Sobald Temperaturen aber aber auf weniger als -5 °C fallen, werden viele Zitrusbäume ein wenig leiden, wobei die Kumquat die einzige echte Ausnahme darstellt.

Mandarinen und Bitter-Orangen, sowie Grapefruit sind ebenso recht frosthart. Sie werden in den meisten Regionen ohne Probleme überleben, sogar im Hinterland. Süße Orangen und Zitronen sind die Empfindlichsten unter allen Zitrusgewächsen.

Bodenverhältnisse, Krankheiten, regulärer fachgerechter Beschnitt, anständige Düngung und Drainage sind eigentlich größere Probleme für Zitruspflanzen als die Temperaturen und werden – leider – oft ignoriert.

Wir beraten Sie, wo und wie Sie Zitrusbäume an der Côte d’Azur pflanzen und genießen können, haben die langfristige Wetterentwicklung im Blick und empfehlen ggf., Zitrusbäume in Töpfen zu ziehen, wenn Zweifel an den passenden Klimabedingungen angebracht sind.

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Kann man an der Côte d’Azur Hortensien ziehen?

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Ja, unter bestimmten Umständen gelingt das ganz gut. Viele Menschen lieben Hortensien und es ist keine Übertreibung zu sagen, dass sie für viele so sehr einen Garten definieren, wie ein Rasen.

Sie sind allerdings nicht an die Hitze des Sommers angepasst. Sie benötigen laufende Bewässerung während des Sommers, und sie benötigen auch einen vollständig anderen Boden, als er im Süden, bzw. am Mittelmeer vorkommt. Außerdem lieben sie nur gesprenkelten Schatten und keine direkte südliche Sonneneinstrahlung.

Deshalb würden wir Ihnen immer empfehlen, Hortensien nur an einem schattigen Platz zu pflanzen, wo sie vielleicht gegen Abend oder nur ganz früh am Morgen ein wenig direkte Sonne erhalten und dabei auf einen komposthaltigen Boden zu achten. Im Zweifel würden wir auch empfehlen, sie nur in Töpfen zu halten, sodass Sie sie leicht umher bewegen können, sobald die Saison heißer wird.

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Kann man an der Côte d’Azur Rosen halten?

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Ja, das kann man. Es gibt keinen guten Grund, warum man nicht schöne alte englische Rosen an der Côte d’Azur ziehen sollte. Viele werden sagen, dass das nicht gut möglich ist, aber ein Besuch in öffentlichen und botanischen Gärten am Mittelmeer zeigt einem schnell, dass dies kein Problem darstellt. 

Wir haben schon viele David Austin Rosen an der Côte d’Azur gepflanzt und abgesehen von ein wenig mehr Pflege, die sie anfangs benötigen, wird es ihnen hier prächtig gehen, wenn Standort, Platzangebot, Boden- und Wasserverhältnisse stimmen.

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Wie kann man mehr Schmetterlinge und ganz generell mehr nützliche Tiere in den Garten locken?

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Mehr nützliche Tiere, Vögel, Bienen und Schmetterlinge in den eigenen Garten zu locken, war nie wichtiger als heute. Es ist durchaus nicht übertrieben zu sagen, dass in unseren Zeiten, in denen 20% aller Pflanzenarten weltweit gefährdet sind, jedes kleine Stück Natur, wo sich Tiere und Bestäuber wohlfühlen, nicht nur nützlich, sondern notwendig ist. Wir können Sie nur darin unterstützen, mehr umweltnützliche Pflanzen in Ihrem Garten anzupflanzen.

Ein Garten der nachhaltig ist und die Natur willkommen heißt, kann trotzdem schick und schön sein. Es gibt eine große Auswahl an Pflanzen, die sicherstellen, dass Sie viele Bienen und Schmetterlinge in Ihrem Garten haben werden.

Wir beraten Sie gerne, welche Pflanzenarten Sie am besten auswählen, um mehr Pollinatoren, Schmetterlinge, Vögel und andere Insekten in Ihren Garten zu locken.

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Mein Rasen sieht eigentlich nie schön aus. Was kann ich tun?

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Leider gibt es für unansehnliche Rasen viele mögliche Gründe, angefangen mit dem falschen Grastyp und Drainageproblemen.

Hat Ihr Gärtner bei der Installation des Rasens eine Drainageschicht aus Kies, Sand und komposthaltiger Gartenerde aufgebracht?

Wird Ihr Rasen regelmäßig belüftet? Werden die Schnittreste regelmäßig entfernt? Wird der Rasen gesandet und erhält er das sog. Top-dressing?

Davon abgesehen ist aber ein Rasen in subtropischen Klimaten nie eine Wahl, die zu pflegeleichten Gärten führt. Wie wär’s damit, Ihren Rasen gegen einen Garten einzutauschen?

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Gibt es Alternativen zu Rasen?

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Ja, die gibt es durchaus. Wenn wir über Alternativen zu Rasen sprechen, reden wir immer von graslosen Grünflächen im Gegensatz zu künstlichem Rasen. Aus vielen Gründen würden wir von künstlichen Rasen immer abraten.

Rasen, wie wir ihn heute kennen, stammt letztlich aus dem späten 18. frühen 19. Jahrhundert, als die Aristokratie Rasenflächen für Ballspiele einrichten ließ – und um darauf hinzuweisen, dass sie es sich leisten konnten, große Flächen zu unterhalten, die keinem landwirtschaftlichen Nutzen unterlagen.

Natürlich muss man zugeben, dass diese Staude schon was haben kann, wenn wirklich große Flächen mit perfekt gepflegtem Rasen bedeckt sind, die für Cricket, Tennis, Hockey oder Golf verwendet werden.

Die nachfolgende Geschichte des Rasens ist weniger amüsant. Sie ist mehr oder weniger eine Folge von Marketingmaßnahmen der chemischen Industrie, die einen massiven Gebrauch von Düngern, Herbiziden und Pestiziden etablieren wollte, wofür sich eine Ausdehnung von Rasenflächen anbot. So wurde Rasen seit den 50iger Jahren immer populärer. Die Erfindung des Rasenmähers und seine immer stärkere Verbreitung in Privathaushalten zementierte schließlich den Erfolg des Rasens als eines kleinen Stücks des aristokratischen Lebensstils für jeden.

Manchmal folgt tatsächlich die Form der Funktion, und für Rasen gibt es nur noch selten eine echte Funktion.

Natürlich gibt es sehr gute Gründe für den Wunsch nach offenen Flächen und freien Blicken entlang bereinigter Sichtachsen auf einem Grundstück. Aber heute gibt es keinen guten Grund mehr, eine kostenintensive, nicht nachhaltige und für die Umwelt eher nutzlose Pflanze zu fördern, die keinem Zweck mehr dient, als lediglich eine große Fläche in grüne Farbe zu tauchen.

Abgesehen davon, dass man einen Rasen am besten gegen einen gestalteten Garten tauschen sollte, gibt es noch viele andere Alternativen zum Gras-Rasen, die weniger Wasser und weniger Pflege benötigen, während sie gleichzeitig erstaunliche Akzente setzen und einen bessereren Nutzen für die Umwelt leisten können.

Wir beraten Sie gerne zu Alternativen für den klassischen wasser- und pflegeintensiven Rasen.

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Braucht man ein automatisches Bewässerungssystem?

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Ja, das brauchen Sie, falls Sie nicht laufend von Hand bewässern wollen. Zu einem automatischen Bewässerungssystem gibt es an der Côte d’Azur keine Alternative. Im Mittelmeerklima muss man normalerweise, je nach Lage spätestens im Mai mit der Bewässerung beginnen, manchmal bereits im April. Üblicherweise muss die Bewässerung bis in den späten Oktober/Anfang November fortgesetzt werden. Unter den gegenwärtigen Bedingungen des Klimawandels ist damit zu rechnen, dass sich die Bewässerungszeiten schrittweise mehr in Richtung Jahresende ausdehnen.

Zum Zeitpunkt der Pflanzung, brauchen alle Pflanzen an der Côte d’Azur eine reguläre Bewässerung für wenigstens 2 bis 3 Jahre, auch ältere Bäume oder Palmen, ganz besonders, wenn sie als Topfpflanzen gesetzt wurden und nicht als Ballenpflanzen aus der Baumschule stammen.

Sobald Bäume und Sträucher etabliert sind, kann man die Bewässerung etwas herunterfahren, zumindest im Vergleich zur ursprünglichen Frequenz nach der Pflanzung; nun sollte aber ein geübtes Auge ab und zu einen Blick auf die Pflanzen werfen. Manchmal machen bestimmte Zeichen an Pflanzen den Eindruck als seien sie Krankheiten, dabei handelt es sich oft nur um Reaktionen der Pflanze auf Wasserknappheit.

Weiterhin ist eine gründliche und fachgerechte Bewässerung nach Pflanzenrenovierungen und größeren Beschnittkampagnen unbedingt erforderlich.

Um die Sache noch etwas zu verkomplizieren, produzieren alle subtropischen Klimate (wie eben auch das mediterrane) schwere, tonige und „klebrige“ Kalksteinverwitterungsböden und sehr flache Bodenhorizonte, was beides zu Problemen im Zusammenhang mit der Drainage bzw. dem Wasserspeichervermögen in sehr nassen und sehr trockenen Zeiten des Jahres hervorruft.

Deshalb ist die Bodenverbesserung die andere notwendige Seite, die es bei der Bewässerung eines Gartens in diesem Klima zu beachten gilt.

In einem wirklich nachhaltig bewirtschafteten Garten würde man sogar Zisternen und Wassersammelsysteme installieren, um die Wasserrechnung ein wenig zu reduzieren.

Um wirklich effizient zu bewässern, sollte ein Bewässerungsplan angelegt werden, sowie ein professionelles Setup der Anlage, inklusive Ventilen, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze abgestimmt sind.

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