Gartenstile

Weltläufiger Stil der Unabhängigkeit. Stilvolle Gärten sind gelassen und heiter.

Green Parrot Gardens entwirft einfallsreiche und nachhaltige Gärten. Ein Garten, den wir entwerfen, ist elegant, ausdrucksstark und individuell. Er wird der Persönlichkeit seines Besitzers gerecht und wird zu einem geliebten Refugium. Schönheit und Ökologie sind die Säulen unserer Arbeit.

Ein stilvoller Garten sollte Klarheit, Ruhe und Heiterkeit ausstrahlen, darf aber denoch unerwartete Ecken und Bereiche haben, die unsere Entdeckerlust ansprechen.

6 Gartenstile, die wir besonders mögen und entwerfen sind:

Mediterrane Gärten

Informelle Gärten

Klassische Gärten rund um’s Mittelmeer werden entweder sehr formal interpretiert und gehen auf italienisch-römische Gärten zurück oder aber sie folgen einem zwanglos-natürlichen Stil, wie man ihn in Südfrankreich findet.

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Ein klassischer informeller Provence- oder Rivieragarten beinhaltet Klassiker wie Oliven- und Zitronenbäume, Arbutus, verschiedene Eichen, Lavendel, Wein, Rosmarin, bestimmte Sukkulenten, Gräser und außerdem Pflanzen wie sie auch in der „Garrigue“, die die Italiener „Macchia“  nennen, vorkommen. Der Gesamteindruck ist eher natürlich-wild, unbeschnitten und wuchernd.

Kühle, entspannende Schattenplätze und der Schattenwurf von Pflanzen und Kunstwerken auf Wände und Böden gehören ebenso zum Konzept wie Vasen oder Urnen aus Terrakotta, große Tonpflanzgefäße, schmiedeeiserne Strukturen, Windschutze oder Wasserspiele.

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Gedämpfte Farben, Kies und grober Naturstein vollenden das Bild eines perfekten, sonnendurchgetränkten Sommers in entspanntem südlichem Ambiente, wonach wir alle suchen.

Formale Gärten

In einem klassischen, eher formalen mediterranen Garten müssen auf jeden Fall hohe vertikale Strukturen geschaffen werden, z.B.mit Zypressen und Palmen.

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Sorgfältig beschnittene Hecken, große, feinsprühende Wasserspiele, klassische Natursteinskulpturen und Pflanzgefäße, rechtwinklig verlaufende Natursteinwände und Stufen, Kieselmosaiken oder sogar im Ornament gekachelte Wände vollenden diesen Stil.

Diese Merkmale bringen den mediterranen Gartenstil wieder mehr an seine Ursprünge heran, die in den formalen Gärten Italiens und Spaniens liegen, aber auch denen des Orients.

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Niedrige Buchsbaumhecken als Begrenzung, rund geschnittene Büsche, (figürlicher) Formschnitt und eine Pflanzpalette, die recht unbunt daherkommt, sorgen für ein sehr tradtionelles Aussehen, vergleichbar mit einem klassischen, römischen Atrium. Aber, abhängig von der jeweiligen Architektur, kann dieser Look richtig Spaß machen und seine Wirkung ist auf jeden Fall beeindruckend.

Exotische und tropische Gärten

Der klassische exotische oder tropische Gartenstil ist natürlich besonders perfekt für alle warmen Klimate, aber es gibt auch eine große Auswahl von Pflanzen, die für einen üppigen und großzügigen Stil sorgen und in kälteren Regionen bestens zurecht kommen. Die Mittelmeerregion ist geradezu prädestiniert für diesen Gartenstil. Umso mehr, als es sehr viele Pflanzen aus verwandten Klimazonen gibt, die man an der Cote d’Azur oder im benachbarten Italien kaufen kann.

Ebenso bildet der tropische Stil einen lebhaften und innovativen Kontrast zu der Mehrheit der Gärten am Mittelmeer, die sich nach wie vor in einem Stilgemisch aus formalen und informellen mediterranen Elementen präsentieren.

Exotische Gartenstile zeichnen sich eher durch üppiges Blattwerk, variierende Pflanzengrößen, üppige und dichte Bepflanzung sowie eine große Bandbreite von Grüntönen aus als durch Blumenreichtum. Nichtsdestotrotz gibt es viele blühende, subtropische Arten, die überdies schöne, sehr exotische Blätter mitbringen, die einem dabei helfen, einen nahezu ganzjährig blühenden exotischen Garten zu gestalten und ihn dabei sehr attraktiv erscheinen zu lassen.

Für die erfolgreiche Gestaltung eines exotischen Gartens ist es wichtig, eine große Vielfalt verschiedener Arten zu pflanzen und dies am besten in einem dichten und opulenten Pflanzschema. Im Gegensatz dazu sind aber unerwartete, freie Bereiche absolut erwünscht, auch wenn es nur kleine Stellen sind. Zusätzlich tragen Elemente, die bereits sichtbar Spuren der Zeit zeigen, wie gealterte Bambusstrukturen oder eine bemooste Terrakotta-Urne, schön und glaubhaft zu einer dschungeligen Atmosphäre bei.

Der exotische Stil passt einerseits sehr gut zu einer traditionellen Architektur, wirkt aber auch überaus stylish in Verbindung mit einem ultra-zeitgenössischen und eleganten Baustil. Auch wenn man ihn ursprünglich meist mehr für eine informelle Pflanzung genutzt hat, gibt es gute Gründe, Exotik mal formal zu definieren, gerade im Kontrast zu moderner Architektur, zeitgenössischen Strukturen und Materialien.

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Wasser in allen Formen, wie in kleinen Fischteichen, schmalen Wasserläufen oder kaskadierenden Wasserfällen, ist ein wichtiges Merkmal bei diesem Stil, der, zusammen mit dunklen Steinelementen und holzigen, weichen Böden das Bild ferner tropischer Wälder hervorruft – ein Luxusrefugium, wie man es sich schöner kaum wünschen kann.

Wenn exotische Pflanzschemata von vornherein mit einem Pool zusammen geplant werden, wird das „water feature“ sofort in eine ganz andere Dimension erhoben; hier können Wasser-Landschaften entstehen, die an einen klaren Süßwassersee oder an eine Lagune mitten im karibischen Dschungel denken lassen.

Vielleicht weil sie hortikulturelles Wissen und eine gewisse Gewitztheit beim Design erfordern, werden exotische Gärten nicht so oft kreiert, wie es ihnen eigentlich gebührt. Green Parrot Gardens „shape style“ Konzept für exotische und tropische Gärten bringt den zeitgenössischen exotischen Garten endlich wieder auf den Plan und möchte damit auch seine Referenz erweisen für einen der besten Designer und eigentlich sogar Erfinder dieses Stils: Roberto Burle Marx.

Minimalistische Gärten

Viele der heute immer noch üblichen Gärten verdanken ihr designerisches Vokabulars dem Garten der Klassischen Moderne. Der modernistische Garten war normalerweise ein städtischer Garten und von eher reduzierter Größe. Dieses Design eignet sich recht gut für (Innen-) Höfe, kleine Stadtgärten, Dachgärten oder Atrien.

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Ein sehr funktionaler Gebrauch des geringen Platzangebots, rechteckige Formen, Aysmmetrien, reduzierte Bepflanzung, Materialien, die zum Hausinnern passen, ein perfekt geschnittener Rasen, umsichtige Beleuchtung und ein besonderes Augenmerk auf vorhandene Oberflächen charakterisieren diesen sauberen, viele Gestaltungsmöglichkeiten bereithaltenden Stil.

Traditionelle Baumaterialien wie große Beton-, Schiefer- oder Sandsteinplatten, architektonische Strukturen wie rechteckige Pergolen und Sitzbereiche und minimalistisch aussehende Wasserspiele haben diesen Stil mehr geprägt als irgendeine Pflanze.

Zeitgenössische oder modernistische Gärten brauchen rechte Winkel, gerade Linien und Vierecke, architektonische Vertikalen wie Holz- oder Metallzäune und hohe Hecken. Strukturen teilen und dekonstruieren den Raum in Unterbereiche und ermöglichen unerwartete Blicke und Perspektiven, die auf den ersten Blick oft nicht sichtbar sind. 

Dieser äußerst saubere und reduzierte Look, bei dem die Architektur im Mittelpunkt steht und Pflanzen oft eine nachgeordnete Rolle spielen, bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten für kleine Gärten. Aber er kann auch schnell an seine Grenzen stoßen, wenn man ihn auf größere Flächen ausdehnen will. Dann werden immer häufiger zusätzliche architektonische Elemente hingefügt, der Garten wird buchstäblich zu einem Zimmer „draußen“.

Neue Designkonzepte durch Formen und neue Ornamentik 

Obwohl zeitgenössisches Gartendesign ein faszinierendes Betätigungsfeld ist für jeden Designer, so kann es dennoch eine ziemliche Herausforderung darstellen, ein zeitgemäßes Konzept mit den lokal verfügbaren Materialien und mittelmeerischen Pflanzen in einem subtropischen Klima erfolgreich unter einen Hut zu bringen. Mit unseren Ideen sind wir Ihnen gerne behilflich, diese Elemente miteinander im Einklang zu verbinden.

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Mit den „shape gardens“ hat Green Parrot Gardens ein Gestaltungskonzept entwickelt, dass es uns ermöglicht, Grundstücken in allen denkbaren Größen einen wahrhaftig zeitgenössischen Stil zu verleihen, in dem funktionale Aspekte, Pflanzen, Architektur, Kunst und Aussehen wieder miteinander verbunden werden.

Unser Stil der „shape gardens“ ist so entspannt und offen, dass er auch wieder eine neue Ornamentik im Design zulässt.  Sie mögen es minimalistisch? Warum nicht. Sie lieben großzügige geschwungene Kurven und opulente, saftige Bepflanzung? Sollen Sie haben.

Japanische Gärten

Traditionelle japanische Gärten unterschieden sich sehr von dem, was wir heute vor Augen haben, wenn wir an einen klassischen, japanischen Garten denken: sie waren viel mehr wie traditionelle chinesische Gärten, opulent, detailverliebt und sogar recht farbig. Aber das ist lange her.

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Was für uns heute interessant ist, ist dass das Konzept des japanischen Gartens, das wir heute kennen, als Reaktion auf die Notwendigkeit zur Einsparung von Material, Arbeit und Geld entwickelt wurde. Dieser historische Hintergrund der bewussten unaufwändigen Pflege, macht diesen beeindruckenden und eleganten Gartenstil ganz besonders passend für die heutige Nachfrage nach pflegeleichten Gärten.

Im Herzen des japanischen Gartens liegt sein unübertroffener und harmonischer Gebrauch des leeren Raums, des Akzents, der Materialauswahl und des Details, wodurch er dem Prinzip nach zum Verwandten des minimalistischen Stils wird. Kein Wunder, das beides oft von denselben Menschen gemocht wird. Der große Unterschied aber ist, dass der japanische Stil informell ist, trotz würdevollen Eindrucks und seiner Kunst des Weglassens, was ihn so ultimativ faszinierend macht.

Eine Idee des japanischen Gartens ist es, sozusagen Symbol- oder Miniatur-Landschaften zu schaffen, was eine Erklärung dafür ist, warum er am besten innerhalb geschlossener Umgebungsmauern funktioniert, die ein Anwesen komplett umschließen. Dies dient nicht nur der Notwendigkeit zur Ruhe, es schließt auch absichtsvoll jede ästhetische Verbindung mit der Außenwelt aus. Auf diesem Wege erhält man genau die leere Leinwand, die man benötigt, um das neue Bild zu schaffen.

Einen japanischen Garten am Mittelmeer zu gestalten hat nichts damit zu tun, Buddha-Skulpturen in jeder Ecke unterzubringen, es geht auch nicht notwendigerweise darum, Laternen aufzustellen und es gibt auch kein Gesetz, das es erforderlich machen würde, japanische Gärten mit Koiteichen auszustatten. Und, es gibt absolut keinen Platz für Gerümpel in einem japanischen Garten.

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Was allerdings notwenig ist, ist eine äußerste Sorgfalt bei Auswahl und Komposition. Nur bestimmte Bodendecker sehen perfekt aus auf Hügeln – oder Inseln – in einem ausgedehnten Meer aus Kieseln, die natürlich die richtige Größe und Farbe haben. Steine, Wasserläufe und Trittsteine müssen die richtigen Maße und die eine, exakte Farbe haben, während sie absolut genau platziert sind. Nicht zuletzt passen selbstverständlich nur bestimmte Baumarten und blühenden Büsche zu diesem Stil und ja, diese brauchen hin und wieder sorgfältigen Beschnitt.

Aber mehr als die dirigierende Hand beim Entwurf und Design und natürlich beim Bau eines solchen Gartens wird eigentlich nicht viel gebraucht. Beim japanischen Gartenstil geht es sicherlich sehr um den Ausschluss vieler Dinge. Aber im Austausch dafür stellt er den ultimativen Zufluchtsort für Ruhe, Kontemplation, Würde und Balance dar. Er macht es möglich, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Wüstengärten

Ein Wüsten- oder Oasengarten verlangt uns als Betrachter eine Menge ab. Es geht nicht um das Wasser oder die Pflege, wonach die Pflanzen dieser Gärten fragen, weshalb sie so perfekt geeignet sind für pflegeleichte oder „xeriscape“ Gärten. Was sie stattdessen brauchen ist, dass wir uns auf sie einlassen, unsere Bereitschaft, nun nicht gerade mit ihnen zu interagieren, aber zu lernen, einen genaueren Blick zu wagen. Ihre mannigfaltigen Prinzipien der Verteidigung sind so offensichtlich effektiv und schmerzhaft, dass wir es von weitem schon erkennen und buchstäblich gar nicht erst näherkommen. Was für eine Schande. Was ihnen hilft zu überleben, verhindert, dass wir lernen können, von ihnen fasziniert zu sein.

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Vielleicht ist das einer der Gründe warum man so wenig Gärten sieht, die ausdrücklich als Wüstengärten bepflanzt sind und breiten Gebrauch machen, von diesen faszinierenden Pflanzen, die durchaus krude sein können, speziell und hässlich – und ja, sogar lustig. Und wenn man es am wenigsten erwartet, können sie plötzlich atemberaubend schön sein. Vielleicht sind es diese individualistischen Eigenschaften, die diese Kreaturen zur ultimativen Wahl für individualistische Menschen machen.

Viele Menschen sind irgendwie zu der Überzeugung gelangt, dass diese Pflanzen, die an Wüstenklimate angepasst sind, nicht wirklich auf Wasser stehen. Und es ist natürlich richtig, dass es ihre Fertigkeit ist, an Orten zu leben, an denen die brennende Sonne und Felsen und Sand scheinbar keine Hoffnung übrig lassen für irgendein Lebewesen, die ihnen die Fähigkeit verleiht, die Idee und das Konzept des pflegeleichten Gartens auf das höchste Nievau zu heben, das wir uns vorstellen können.

Aber eigentlich ist sogar das Gegenteil wahr. Während Kakteen, Sukkulenten, Dasylirien, Agaven, Akazien, und Yuccas alle als die Verkörperung des Darwinistischen Prinzips angesehen werden, indem sie selbst die unwirtlichsten Bedingungen noch überleben, lieben sie das Wasser doch. Natürlich in Maßen, weshalb sie auch eine gute Drainage mögen. Aber wie auch immer, wenn sie ihren Anteil am Wasser bekommen, dann nehmen sie so viel geht und verwandeln es in etwas, das uns noch mehr über die Möglichkeiten der Natur staunen lässt.

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Es ist ihre Fähigkeit, Wandel in sich selbst so radikal umzusetzen, die sie schon fast zu einem Beispiel für uns Menschen erhebt. Das lehrt uns etwas über Respekt. Es macht uns nachdenklich.

Aber davon mal abgesehen, die schiere Fülle an Formen von cool bis pelzig, Farben von langweilig bis schrill, Größen von peinlich bis majestätisch, ihre Blumen, Früchte, Haare, Stacheln, Wuchsformen, und saisonalen Wechsel machen sie zu lebenden Designstücken an und für sich.

Informell gruppiert und clever zusammengestellt mit größeren Felsen, zwischen Wüstensträuchern und neben subtropischen Bäumen und Palmen, vielleicht entlang trockener Felsströme, die in der Regenzeit als Sturmwasserabfluss dienen, oder aufgereiht in einem Beet gleichgroßer Felsen oder Kiesel entlang eines schicken und eleganten 10 sqm Fensters eines modernen Bungalows, machen sie eben auch „fit“ in der Eignung als sehr, sehr fähige Gartenpflanzen.

Jardins trouvés („French cottage gardens“)

Der „jardin trouvé“ ist das mediterrane Pendant von Green Parrot Gardens zu einem englischen Stauden- oder Cottagegarten in einem subtropischen Klima. Aber er ist viel mehr als das.

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Der „jardin trouvé“ nimmt uns mit zurück in der Zeit. Er ist wie eine Zeitkapsel aus alten Tagen, voller Objekte, die einmal alltäglich waren und die seit jenen Tagen vollständig in Vergessenheit geraten sind. Es ist eine Reise zurück zu einem Bild der Tage unserer Kindheit, als wir unsere Großeltern auf dem Land im Süden besuchten, als wir unsere Sommer im Haus unserer Tante und unseres Onkels in der Hügellandschaft Italiens verbrachten, wo wir unsere ersten Freunde aus einer anderen Kultur fanden. Sprache war nicht wichtig. Wir verstanden uns instinktiv durch das, was wir taten und einander zeigten. Es war uns erlaubt, Dinge zu tun, die daheim nie möglich gewesen wären. Wir machten das erste Mal in unserem Leben Heu, halfen den Nachbarn, die Früchte des Sommers zu ernten und erlebten unsere ersten Gefühle intensiver Sehnsucht, von denen wir hofften, dass sie niemals enden würden. Als wir wieder abreisten, fühlten wir, dass wir niemals wieder glücklich sein würden.

In unserer Erinnerung ist dies alles verschmolzen zu einer großen, intensiven Welt von Düften, Bildern und Gefühlen, die wir nicht mehr auseinander halten können. Sie definiert, wer wir sind.

Der jardin trouvé wurde erfunden, um uns zurückzubringen zu diesen goldenen, sommerlichen Tagen des Südens, wo Du in einem paradiesischen Augenblick um die Ecke einer alten Dorfmauer biegst, eine Tür öffnest und plötzlich ist alles, was Du aus deiner Vergangenheit kennst, wieder da, konzentriert auf einem Platz, in einem Moment, als wäre es gerade an diesem Morgen erwacht. Das beglückende und überraschende Gefühl eines vollkommen unerwarteten Fundes, ein Geheimnis, das nur Du jetzt und hier entdeckt hast.

Innerhalb dieser Mauern, in diesem Hof, selbst wenn’s nur ein ganz kleiner Platz ist, ein Atrium oder ein ummauerter Teil eines größeren Gartens, geschieht alles zu einer Zeit, in einem Augenblick. Alles blüht, summt, schwirrt, und zwitschert. Zikaden singen in den Bäumen und ein kleines Wasserspiel, das irgendwo hinten in einer schattigen Ecke unter dem Erdbeerbaum liegt, spielt in seinem moosigen Bassin, das Vögel in ihr Bad verwandeln.

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In dieser kleinen Welt gibt es keine perfekte Ordnung. Wie bei einem exotischen oder tropischen Garten ist das Werden und Vergehen Teil des Bildes. Raum, vielleicht selbst die Pfade die wir benutzen ist beschränkt. Hier stehen nicht wir im Zentrum der Dinge, sondern wir sind nur ein Teil des Ganzen: nur eine kleine Sitzgelegenheit, Kies, Schatten, ein kleiner schmiedeeiserner Tisch und zwei Stühle. Das ist unser Platz inmitten dieses überschäumenden Paradieses wilder Orchideen, von Meerfenchel, Euphorbien, Rosen, Salbei und Malven, Vinca, Rosmarin und Mandelbäumen, zwischen Lorbeer und Esskastanie, Aprikose und Maulbeerbaum.

Dieser Gartenstil, der sich anfühlt wie eine glückliche Fügung, ist zwar nicht so leicht entworfen, wie er schließlich von seinen romantischen Bewunderern erlebt werden darf. Aber es ist ganz sicher die Mühe wert, um Menschen, die nicht immer im Zentrum der Dinge stehen müssen, ein Stück ihrer Kindheit zurückzugeben, einen Platz zum Durchatmen, zum Erinnern und zur Besinnung.

Waldgärten und Parks

Ein „Waldgarten“ (der Begriff ist leider ungenau, das englische „woodland garden“ trifft es etwas besser) wird in der Regel mit sehr großen Gärten auf dem Land oder Parks assoziiert. Ein Wald- oder Landgarten benötigt in der Regel sehr ausgedehnte Grundstücksgrößen und weitreichende Ausblicke in die umgebende Landschaft, die wirklich notwendig sind für ein individuelles Gartenkonzept in diesem Stil.

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Die Hauptherausforderung liegt in der schieren Größe eines solchen Gartenprojekts. In der Regel ist es notwendig, die vorhandene Fläche in kleinere Größen aufzuteilen und diesen verschiedene sinnvolle Benutzungen zuzuweisen, wie z.B. „Familiengarten“, „Sportbereich“, „Küchengarten“, „Rosengarten“, „Rasenbereich“ etc.

Klassischerweise würde man bei einem Wald- oder Landgarten-Design, sei es formal oder eher informell inspiriert, klassisch oder zeitgenössisch, immer versuchen, die sehr designten und die nicht oder wenig designten Bereiche sorgfältig zu arrangieren. Mit der Entfernung zum Haus sollte auch der Designgrad des Gartens abnehmen, bis er an seinen Rändern mit dem  Wald, der Macchia oder dem Land einfach verschmilzt.

Ein Waldgarten- oder Parkkonzept eignet sich sehr um funktionsreiche Gärten zu kreiieren, in denen man mit Zeit herumwandern kann und die sich durch wechselnde Strukturen, architektonische Merkmale und Attraktionen auszeichnen.

Es versteht sich geradezu von selbst, dass ein Waldgarten-Konzept auch der perfekte Ausgangspunkt ist für große Wassergärten, Landschaftskunst und Skulpturensammlungen.

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