Unser Erbe

Eine Familientradition in der Gestaltung besonderer Gärten.

AAls Johannes Busch, einer der bekanntesten in Deutschland geborenen Gartenkünstler und Gärtner seiner Zeit, England im Jahr 1771 verlässt, um der Einladung Katharina der Großen (1729 – 1796) zu folgen, ausgedehnte Barockgärten in Zarskoje Selo (Pushkin) nahe Sankt Petersburg zu entwerfen und anzulegen, ist er nur der erste in einer langen Reihe deutscher Gartenarchitekten, die dem russischen Hof dienten. Seitdem – und bis 1918, importierten die Romanovs Pflanzen aus deutschen Zuchten und Baumschulen und engagierten Gardendesigner und Hofgärtner aus Preußen und anderen Gegenden Deutschlands.

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TobeyAlberts Vorfahren auf Seiten seiner Großmutter zählen zu diesen Gartenkünstlern, die in Tsarskoye Selo willkommen geheißen wurden, um Johannes Buschs Kreationen zu pflegen, sie kontinuierlich zu erweitern und die königlichen Parks nahe Sankt Petersburgs zu verfeinern.

Wenig Informationen hierzu haben die Zeiten von Revolution und zweitem Weltkrieg überdauert. Aber aus Familienaufzeichnungen wissen wir, dass in den Regierungszeiten Zar Alexanders II. (1818-1881) und Zar Alexanders III (1845-1894) Gottfried Wodtke aus Pommern (b.1831), Tobeys Ururgroßvater, kaiserlicher Hoflieferant von Zuchtpflanzen, Bäumen und Sträuchern an den russischen Hof in Zarskoje Selo, sowie königlicher Hoflieferant für mehrere preußische Schlösser war.

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In den 1890iger Jahren lud schließlich der letzte Zar, Zar Nikolaus II (1868-1918), Emil Wodtke (b.1864), Gottfrieds Sohn und zu diesem Zeitpunkt bereits “Kunstgärtnermeister”, ein, sein neuer “Hof- und Leibgärtner” sowie Landschaftsgestalter zu werden. Emil und seine Familie lebten und arbeiten im Park von Zarskoje Selo, wo Emil als “Persönlicher Gartenkünstler“ des Kaisers für alle drei Parks (Alexander-, Katharinen- und Pawlowsk Park) wirkte, bis er Russland während der Revolutions-Unruhen wieder verlassen, und nach Deutschland zurückkehren musste.

Einige persönliche Geschenke des Zaren, die Emil als Anerkennung für sein Schaffen in den Gärten von Tsarskoye Selo überreicht worden waren, überdauerten die Zeiten, bis Tobeys Großeltern – und mit ihnen sein Vater – Ostdeutschland im Jahr 1953 verlassen mussten. Darunter war auch ein – heute verlorenes – leuchtend grünes Ei, „mit einem kleinen Riss“, wie sich Tobeys Tante erinnert, das in der Familie nur als „Zarenei“ bekannt war. Es war eine etwas einfachere und weniger reich verzierte Version der weltberühmten „Reichs-Eier“ des Sankt Petersburger Fabergé Ateliers.

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Dies ist Familien- und Handwerksgeschichte, die mehr als 150 Jahre zurückreicht, und wir sind glücklich, stolz und dankbar, dass wir heute dieses Erbe wiederbeleben dürfen, um außerordentliche und individuelle Gärten zu gestalten, die für ihre Besitzer zu ihren ganz privaten Rückzugsorten werden, voller Erholung und Inspiration.

Heute stellen wir uns manchmal den lichterfüllten, milden Frühlingstag vor, als unser Vorfahr Emil vor langer Zeit, als Gartenkünstler des letzten Zaren, von diesem mit einem Fabergé Ei bedacht wurde, das für Zar Nikolaus II die Fröhlichkeit der vielen Grüns seiner Parks an diesem einen Tag gespiegelt haben muss.